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  • 6. Nov. 2007

    BAföG ist gut. Mehr ist besser!Was lange waehrt muss am Ende gelingen: Die SPD hat sich mit
    ihrer Forderung, bereits in 2008 das BAfoeG deutlich anzuheben,
    gegen die Widerstaende der Union durchgesetzt. Es ist
    vereinbart, zum Wintersemester 2008/09 die Bedarfssätze um zehn
    Prozent und die Freibetraege um acht Prozent zu erhoehen und
    dafuer den Regierungsentwurf von Bundesministerin Dr. Annette
    Schavan an dieser Stelle zu aendern.

    Dies ist nach fuenf Jahren fehlender Anpassungen und der
    gegenwaertig abnehmenden Studierendenquote ein entscheidendes
    Signal fuer mehr Chancengleichheit in der Bildung. Insbesondere
    durch die hoeheren Freibetraege erhalten mehr junge Menschen
    erstmals einen BAfoeG-Anspruch. Ein Studium wird damit wieder
    ein Stueck unabhaengiger vom Geldbeutel der Eltern. Damit
    foerdern wir nicht nur den Nachwuchs im Bereich qualifizierter
    Fachkraefte, sondern wir gewinnen vor allem mehr Bildungschancen
    und damit bessere Lebensperspektiven fuer junge Menschen aus
    sozial schwachen Familien. Wir bedanken uns bei unserem
    Koalitionspartner fuer sein Entgegenkommen in dieser fuer die
    sozialdemokratische Bildungs- und Hochschulpolitik zentralen
    Frage. Wir wissen um den langen Weg, den die Union in dieser
    Frage seit dem Wahlkampf 2005 hat gehen muessen.

    Mit dieser Einigung wird es nun moeglich, die fuer die Umsetzung
    notwendigen zusaetzlichen Mittel in den Haushalt einzustellen
    und das Gesetzgebungsverfahren zuegig zu einem Abschluss zu
    bringen. Die SPD-Bundestagsfraktion strebt weiter die
    Verabschiedung der BAfoeG-Novelle im Deutschen Bundestag am
    kommenden Freitag, dem 16. November 2007, an. Damit koennten
    erste Teile bereits Anfang 2008 in Kraft treten.

    Denn neben der deutlichen BAfoeG-Erhoehung zum Wintersemester
    2008/09 wird das Gesetz voraussichtlich zahlreiche weitere
    Verbesserungen fuer die BAfoeG-Empfaenger enthalten, etwa einen
    Betreuungszuschlag fuer Studierende mit Kindern. Auch hier wird
    der Regierungsentwurf verbessert, denn nach unserem Willen soll
    dieser Zuschlag mit der Zahl der betreuten Kinder steigen. Dazu
    kommen Verbesserungen in der Foerderung von Migranten und in der
    Auslandsfoerderung, wie unter anderem die Mitnahmemoeglichkeit
    des BAfoeG ins EU-Ausland ab dem erstem Semester. Zudem konnte
    die SPD die Einschraenkung der elternunabhaengigen Foerderung
    des zweiten Bildungsweges abwenden, hier bleibt es bei der
    geltenden Rechtslage zur Foerderung von Schuelern etwa an
    Kollegs oder Berufsoberschulen. Auch dies ein wichtiger Erfolg
    der SPD in der grossen Koalition.

    Das BAfoeG bleibt fuer die SPD das zentrale Instrument, wenn es
    um echte Chancengleichheit in der Bildung geht - das haben wir
    bei der grossen BAfoeG-Reform 2002 gezeigt, das haben wir heute
    erneut unter Beweis gestellt.

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